>
... die Liebe zu Sprachen und insbesondere zu Fremdsprachen war
tief in mir verwurzelt ...
Prädestiniert war ich für den Übersetzerberuf nun wirklich nicht. In meiner Heimatstadt im Südosten
Spaniens ist "Fremdsprache" ein Fremdwort. Dort wird nur ein spanischer Dialekt gesprochen, der dem
Standardspanisch aber immerhin sehr nahe kommt. Den Englischunterricht an meiner Schule hat die
Mathelehrerin übernommen, die einzige aus dem Lehrkörper, die schon mal im Ausland gewesen war,
nämlich in Frankreich.
Doch die Liebe zu Sprachen und insbesondere zu Fremdsprachen war tief in mir verwurzelt. Einer
göttlichen Eingebung folgend schickten mich meine Eltern in die damals einzige Sprachschule der
Stadt, wo ich zum ersten Mal mit englischen Muttersprachlern in Kontakt kam. Die Erfahrung war so
erfreulich, dass ich mich dazu entschied, mich auch beruflich mit Sprachen zu beschäftigen.
Nach dem Abitur ging ich also nach Granada, um dort an der Escuela de Traductores meine
universitäre Ausbildung zu beginnen. Im Jahre 2000 wechselte ich von dort aus im Rahmen eines
Auslandssemesters nach Köln.